animal Atlantischer Lachs

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Lachse sind verschiedene mittelgroße Fische der Gattungen Salmo, Salmothymus und Oncorhynchus aus der Familie der Forellenfische (Salmonidae) innerhalb der Ordnung der Lachsartigen. Der atlantische Lachs  und die pazifischen Lachse wandern ins Meer und kommen zum Laichen zurück in die Süßgewässer (Wanderfische), wobei sie beim Hochschwimmen zu ihren Laichplätzen im Oberlauf der Flüsse auch Hindernisse wie niedrigere Wasserfälle und Wehre, u. U. auch über Fischwege, überwinden. Sie müssen sich bei ihrer Wanderung vom Salz- zum Süßwasser auch physiologisch an die unterschiedlichen Salzkonzentrationen anpassen (Osmoregulation).

Merkmale

Der Körper des atlantischen Lachses ist langgestreckt und hat einen schlanken Schwanzstiel. ("Lachse kann man am Schwanz halten, Meerforellen nicht.") Beim erwachsenen Tier ist der Rücken ist blaugrau gefärbt, die Seiten sind heller und haben einige dunkle Punkte. Sehr junge Lachse (Parrs) weisen eine ähnliche Färbung wie Bachforellen auf und werden mit diesen gerne verwechselt. Die Pflugscharbeinplatte ist im Gegensatz zu der der Meerforelle zahnlos.

Mensch und Tier

Lachs gehört heute zu den am meisten geschätzten Speisefischen. Sein orangerosa bis dunkelrotes Fleisch ist reich an Omega-3-Fettsäuren. Er kann roh, gekocht, gebraten und geräuchert verzehrt werden. Sein durchscheinend orangefarbener Rogen kommt als „Lachskaviar“ oder „Ketakaviar“ in den Handel, vorzugsweise vom Ketalachs, einer der fünf Pazifiklachsarten.

Bis ins 19. Jahrhundert galt Lachs jedoch noch nicht als Delikatesse, sondern stand reichlich und preiswert zur Verfügung. So wurde auf einem Gut in Schottland 1755 innerhalb von neun Monaten 45mal Lachs serviert. In der Mitte des 19. Jahrhunderts protestierten Londoner Lehrjungen, weil sie zu oft Lachs essen mussten – in diesem Fall wohl Fleisch des nach der Laichzeit flussabwärts schwimmenden Lachses, dessen Fleisch unappetittlich schmutzig-weisslich und übelschmeckend war; gegen Ende des Jahrhunderts hatten manche Bedienstete in Norddeutschland vertraglich vereinbart, wöchentlich nicht öfter als zweimal Lachs zu bekommen. Im deutschen Sprachgebrauch bezeichnete Salm den flussaufwärts schwimmenden Fisch mit rötlichem und wohlriechenderem Fleisch, wovon kulturgeschichtlich Häusernamen z.B. in Basel wie Zum Roten Salmen oder Zum Kleinen Salmen Zeugnis ablegen. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts begannen sich die Verhältnisse zu ändern – durch Überfischung, Gewässerverschmutzung und die Errichtung künstlicher Wasserbauten, die den Lachsen die Wanderung zu den Laichplätzen erschwerte bzw. teilweise unmöglich machte, wurde Lachs knapp und zunehmend als Delikatesse betrachtet.

Lokale Namen Atlantischer Salmon, Blaulaß, Echter Lachs, Elblachs, Grilse, Hakenlachs, Laichlachs, Las, Laß, Mailachs, Parr, Randel, Rheinlachs, Rheinsalm, Salm, Salmen, Salmling, Schwarzlachs, Sommersalm, Speitzken, St. Bartholomäuslachs, St. Jakobssalm, Struvitzen, Weserlachs, Wintersalm
Name lat. Salmo salar
Familie lat. Salmonidae
Größe max. 150.00 cm
Gewicht max. 36.00 kg
Verbreitung

Im Spätherbst ziehen die Lachse jedoch weit die Flüsse Europas und Nordamerikas hinauf, um an den Oberläufen zu laichen. Die Fische benötigen zum Laichen Kiesgründe. Am Ende dieser "Laichwanderungen" legen die Lachse ihre Eier ab und die Männchen befruchten diese. Da die Wanderung und der Laichakt für die Tiere sehr anstrengend ist und sie zudem häufig auf dem Weg keine Nahrung aufnehmen, stirbt der größte Teil der Lachse an Erschöpfung oder dadurch begünstigten Krankheiten, bevor er das offene Meer wieder erreicht.

Nutzung Speisefisch

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Bild: Timothy Knepp  | Dieses Werk ist in den Vereinigten Staaten gemeinfrei, da es von einem Beamten oder Angestellten einer US-amerikanischen Regierungsbehörde in Ausübung seiner dienstlichen Pflichten erstellt wurde und deshalb nach Titel 17, Kapitel 1, Sektion 105 des US Code ein Werk der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika ist.

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